Jena, 18.10.2024

Am 16. Okto­ber 2024 fand an der Ernst-Abbe-Hoch­schu­le Jena die den “Tag der Gesun­den Arbeit” des Netz­werks Gesun­de Arbeit in Thü­rin­gen und die Jah­res­ta­gung des Zen­trums Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on Thü­rin­gen (ZeTT) ver­ei­nen­de Dop­pel­kon­fe­renz statt. Sie bot rund 100 Gäs­ten aus Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Poli­tik viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, um aktu­el­le Ent­wick­lun­gen und Her­aus­for­de­run­gen in den Berei­chen des Betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ments sowie der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on zu dis­ku­tie­ren.

Im Fokus: Eine gesun­de und fort­schritt­li­che Arbeits­welt

Die Ver­an­stal­tung wur­de von Prof. Dr. Hei­ke Krauß­lach, Lei­te­rin des Netz­werks Gesun­de Arbeit in Thü­rin­gen und Teil der ZeTT-Pro­jekt­lei­tung, fei­er­lich eröff­net. In ihrer Rede hob sie die Rele­vanz der inter­dis­zi­pli­nä­ren Zusam­men­ar­beit her­vor, um die Arbeits­welt sowohl gesund­heits­ori­en­tiert als auch digi­tal fort­schritt­lich gestal­ten zu kön­nen.

Anschlie­ßend folg­te ein Gruß­wort aus dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozia­les, das von Doreen Molnár über­bracht wur­de. Sie beton­te die Not­wen­dig­keit der kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rung und zukunfts­ge­rech­ten Gestal­tung von Arbeits­be­din­gun­gen, um dem Fach­kräf­te­man­gel begeg­nen zu kön­nen. Dabei unter­strich sie die beson­de­re Bedeu­tung von Initia­ti­ven wie dem ZeTT und dem Netz­werk Gesun­de Arbeit in Thü­rin­gen, die den Wan­del der Arbeits­welt aktiv mit­ge­stal­ten.

Was kön­nen Wirt­schaft und Spit­zen­sport von­ein­an­der ler­nen?

Ein High­light war die Key­note von Sven Fischer, mehr­fa­cher Olym­pia­sie­ger und Welt­meis­ter im Biath­lon sowie ZDF-Sport­ex­per­te. Mit­hil­fe sei­ner mit­ge­brach­ten Biath­lon­aus­rüs­tung ver­an­schau­lich­te er ein­drucks­voll die Par­al­le­len zwi­schen Hoch­leis­tungs­sport und Wirt­schaft und beton­te, dass bei­de Berei­che in einer sich ver­än­dern­den Umwelt von­ein­an­der ler­nen kön­nen. Anhand des Begriffs “Body-Brain Balan­ce” erläu­ter­te er die Bedeu­tung kör­per­li­cher und psy­chi­scher Gesund­heit und beton­te, dass geziel­te För­de­rung not­wen­dig sei, um Spit­zen­leis­tun­gen zu errei­chen.

Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment: Viel­fäl­tig – und preis­wür­dig

In der dar­auf­fol­gen­den Podi­ums­dis­kus­si­on debat­tier­ten Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men, Groß­un­ter­neh­men und dem öffent­li­chen Dienst sowie Sven Fischer zum The­ma “Ideen­schmie­de Gesund­heits­ma­nage­ment: Wie gestal­ten wir die neue Arbeits­welt?”. Dabei wur­de ins­be­son­de­re die Fra­ge facet­ten­reich dis­ku­tiert, wie Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment (BGM) dem Fach­kräf­te­man­gel und den aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen ent­ge­gen­wir­ken kann.

Im Anschluss wur­den die drei Unter­neh­men, die an der Podi­ums­dis­kus­si­on teil­ge­nom­men hat­ten, im fei­er­li­chen Rah­men mit dem Thü­rin­ger Sie­gel für Gesun­de Arbeit aus­ge­zeich­net: Die Stadt­ver­wal­tung Erfurt erhielt das Sie­gel in Bron­ze. Die ORI­SA Soft­ware GmbH aus Jena und die K+S Mine­rals and Agri­cul­tu­re GmbH mit dem Stand­ort Wer­ra durf­ten sich über das Sie­gel in Gold freu­en. Zusätz­lich ver­lieh die MER­KUR PRI­VAT­BANK KGaA einen För­der­preis für beson­de­res Enga­ge­ment im BGM. Die­ser ging eben­falls an die K+S Mine­rals and Agri­cul­tu­re GmbH.

Das ZeTT: Kom­pe­ten­ter Part­ner für die Ent­wick­lung der Arbeits­welt in Thü­rin­gen

Den zwei­ten Teil der Kon­fe­renz eröff­ne­te ZeTT-Geschäfts­füh­rer Dr. Tho­mas Engel mit einem Impuls­vor­trag zum The­ma “Gesun­de Arbeit als Kom­pass für die Digi­ta­li­sie­rung”. Dr. Engel prä­sen­tier­te aktu­el­le Zah­len aus dem ZeTT-Radar, einem eigens ent­wi­ckel­ten Erhe­bungs­in­stru­ment für Thü­rin­gen, und ver­wies auf die Poten­zia­le, die in einer zukunfts­ge­rich­te­ten Arbeits­welt in Thü­rin­gen erschlos­sen wer­den kön­nen.

Im Anschluss konn­ten die Gäs­te eine Aus­wahl an inno­va­ti­ven digi­ta­len Lösun­gen in inter­ak­ti­ven Demons­tra­tor-Work­shops anschau­lich erle­ben. Letz­te­re ermög­lich­ten span­nen­de Ein­bli­cke in ver­schie­de­ne Ange­bo­te des ZeTT, wie bei­spiels­wei­se den “Lern und Future Store” für Ein­zel­han­dels­un­ter­neh­men, die Nut­zung von “Trai­ning-Rea­li­ty” mit einer VR-Bril­le im Arbeits­all­tag, KI-gestütz­te Assis­tenz­sys­te­me in Arbeits- und Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen, Smar­te Robo­tik in der agi­len Pro­duk­ti­on sowie ein Ergo­no­mie-Regal für gesun­des Arbei­ten im (mobi­len) Büro.

Dop­pel­kon­fe­renz setzt wich­ti­ge Akzen­te

Der Tag ende­te mit vie­len inter­es­san­ten Gesprä­chen und neu­en Impul­sen für eine gesund­heits­ori­en­tier­te und digi­tal zukunfts­fä­hi­ge Arbeits­welt. Die Dop­pel­kon­fe­renz setz­te damit wich­ti­ge Akzen­te für die wei­te­re Ent­wick­lung in Thü­rin­gen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Netz­werk Gesun­de Arbeit in Thü­rin­gen und dem Thü­rin­ger Sie­gel für Gesun­de Arbeit fin­den Sie hier.